Der Preis für Beschwichtigung


POSTED BY 20-09-2013
  by Cathy Hedvall





Der Onkel des kranken Mädchens hatte das Recht, über die Behandlung zu entscheiden. Er beschloss, den Medizinmann zu holen.


Es war eine schwierige Woche für die Menschen im Mwinika-Dorf, in dem Francois und Nadia Hattingh als Missionare arbeiten. Das unbeständige Wetter vermittelte einem das Gefühl einer dunklen Stille, der eine große Unruhe folgte.

In einem Moment peitschte der Wind und im nächsten war es wieder still. Wolken zogen auf und genauso verschwanden sie wieder.

Ein lieber Freund und Mitarbeiter hatte eine fünf Jahre alte Tochter namens Nelda. Salim und seine Frau sind treue Christen, die uns helfen, das Wort Gottes zu lehren.

Nelda war krank. Manche glaubten, sie habe Polio. Durch diese Krankheit würde bald ihre Atemmuskulatur gelähmt werden. Andere glaubten, dass es sich um einen dämonischen Angriff handele, denn ihr Vater war ein bekennender Christ.

Die Tatsache, dass seine kleine Tochter so leiden musste, trieb Francois und Nadia ins Gebet. Sie baten Gott um Hilfe für Salim, dass er stark im Glauben bleibe und sich nicht wieder den dortigen traditionellen Wegen zuwende.

In der Vergangenheit haben sich die meisten Dorfbewohner an die Zauberei gewandt. In ihrer Kultur hat der Onkel die geistliche Autorität und das Recht zu entscheiden, wie eine Krankheit behandelt werden soll.

Der Onkel beschloss, dass Nelda nicht in ein Krankenhaus gebracht werden sollte. Die Eltern wechselten sich darin ab, Nelda in ihren Armen zu halten. Durch akuten Schlafmangel waren sie völlig erschöpft. Das kleine Mädchen hatte keine Nahrung mehr zu sich genommen und wurde von Krämpfen geschüttelt.

Erschöpft und verzweifelt wandte man sich an einen Medizinmann. Ein Wahrsager teilte ihnen mit, welcher Geist beschwichtigt werden müsse und wer den Fluch auf das Kind gelegt habe.

Nachdem eine große Summe gezahlt war, wurde eine spiritistische Zeremonie gehalten, um das Kind von dem Fluch zu befreien. Doch das Mädchen starb.

„Für die Mwinika ist dies der einzige Weg. Sie kennen weder Gottes Macht noch haben sie jemals Seine Liebe und Bewahrung erfahren. Sie kennen die Wahrheit nicht. Für die wenigen Gläubigen unter ihnen, gibt es noch keine vollständig übersetzte Bibel in ihrer Sprache. Ihr Glaube wurde auf die Probe gestellt. Salim und seine Frau haben ihren Glauben an Jesus Christus bekannt. Salim predigt Gottes Wort jeden Sonntag. Gemeinsam mit Francois unterrichten er und vier weitere Männer die Menschen in dem Dorf, in dem wir leben“, berichtet Nadia.

Es war herzzerreißend, sie sterben zu sehen. Und es sieht ganz so aus, dass sie überlebt hätte, wenn ihr Onkel der Krankenhausbehandlung zugestimmt hätte. Aber als es klar war, dass sie an Malaria erkrankt war, war es schon zu spät.

Leben und Sterben ohne Jesus Christus sind die Realität in vielen abgelegenen Teilen der Welt. Du kannst dazu beitragen, dass sich das ändert. Bist du bereit, dafür zu beten? Bist du bereit, selbst zu gehen?


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