Moses wurde von einem Krokodil angegriffen


POSTED BY 19-04-2013
  by Cathy Drobnick





Der fünfzehnjährige Sohn des Dorfältesten wurde schwer verletzt, als er einen Fluss durchquerte


Vor wenigen Tagen wurde der Sohn des Dorfältesten von einem Krokodil angegriffen. Dabei wäre er fast ums Leben gekommen.

Nadia Hattingh berichtet (am 27.3.2013), dass der fünfzehnjährige Moses mit zwei Freunden gerade den Fluss durchquerte, als das Krokodil ihn plötzlich attackierte. Er konnte nur knapp entkommen.

Als die Drei dann versuchten, das steile Flussufer hochzuklettern, schnappte das Krokodil erneut zu, packte Moses am Bein und zog ihn zurück ins Wasser.

Es war Gottes gnädiges Eingreifen, dass ein Nachbar die verzweifelten Schreie der Jungen hörte und sofort, mit einem Speer bewaffnet, zu ihnen rannte. Mehrfach stach er auf das Krokodil ein, bevor es den Jungen endlich losließ.

Doch ein Bein von Moses fehlte fast vollständig und sein Fuß baumelte nur noch an dem, was übrig war. Er drohte zu verbluten.

Mit dem Jungen auf einer Bahre kamen der Dorfälteste und 20 weitere Männer zu Nadias Haus.

Ihr Mann Francois war nicht da, aber es galt, keine Zeit zu verlieren. Nadia musste umgehend handeln.

Während sie alles versuchte, um die schweren Blutungen zu stoppen, halfen ihre Söhne Waldo und Franco, das Auto für die Fahrt herzurichten. Sie füllten die Reifen mit Luft und klappten den Rücksitz zurück, damit Moses liegen konnte.

Kurz darauf fuhren sie mit Moses, seinem Onkel und zwei weiteren Familienmitgliedern in Richtung Krankenhaus.

Doch die vielen Schlaglöcher in der Straße verschlimmerten die traumatische Lage. Zusätzlich hatten schwere Regenfälle die Straßen mehr beschädigt als sonst und sie beinahe unbefahrbar gemacht. Oft kamen sie nur im Schneckentempo voran.

Doch endlich erreichten sie ihr Ziel.

„Bist du jemals in einem ‚Dritte-Welt-Krankenhaus‘ gewesen?”, fragt Nadia. „Ich will dir die Einzelheiten ersparen. Ich möchte nur sagen, dass Moses´ Leiden leider nicht aufhörte, als wir angekommen waren.“

Kein Arzt war anwesend. Stattdessen reinigte ein Assistent die Wunden. Das ist hier jemand, der mehr Kenntnisse als ein Krankenpfleger hat, aber weniger Kompetenz als ein Arzt besitzt. Es gab nur ein leichtes Schmerzmittel.

„Während man seine Wunden reinigte und den Fuß amputierte, blieb ich bei Moses und hielt seine Hand“, schreibt Nadia. „Seine Schmerzen waren unbeschreiblich …“

Es gab dort weder Decken noch Kopfkissen, um ihm sein Liegen zu erleichtern. Nur das, was Nadia von daheim mitgebracht hatte, konnten sie benutzen.

Die nächste große Herausforderung bestand darin, einen Sanitätswagen aus der nächstgelegenen Stadt zu bekommen. Diese war aber drei bis vier Stunden Fahrtzeit entfernt. Außerdem teilte ihr die dortige Ambulanzstation mit, dass sie keinen Treibstoff hätten.

Nadia blieb bei Moses, der vor Schmerzen fast ohnmächtig war, bis er endlich ein Medikament bekam, das ihm half einzuschlafen.

Als Nadia sah, dass er endlich ruhig geworden war, machte sie sich auf den langen Weg nach Hause. Während der ganzen Fahrt betete sie für ihn und seine Familie.

„Ich spürte die Gegenwart Gottes sehr real … und war trotz der schrecklichen Ereignisse ruhig und hatte Frieden“, schreibt sie weiter.

Schließlich erfuhr Nadia, dass Moses zu einem besser ausgestatten Krankenhaus gebracht worden war. Es war ihr gelungen, einen einflussreichen Mann zu kontaktieren, der in der Woche zuvor bei ihnen zu Abend gegessen hatte. Sie war dankbar zu erfahren, dass er es tatsächlich geschafft hatte, dafür zu sorgen, dass die Ambulanzstation mit Diesel versorgt wurde. So konnte der Junge in ein größeres, besseres Krankenhaus gebracht werden.

Seither hat sie nichts mehr über Moses aktuellen Zustand erfahren können. „Ich habe keinen direkten Zugang zu weiteren Informationen und muss auf zuverlässige Neuigkeiten über das übliche ‚Busch-Telefon‘ (Nachrichten von Mund zu Mund) warten. Das ist nicht leicht. Aber ich weiß, dass der, der Moses liebt, bei ihm ist und ihn tröstet und beschützt.“

Nadia vermutet, dass Moses nochmals in ein größeres und besser ausgestattetes Krankenhaus verlegt werden muss, diesmal in die Hauptstadt.

„Bitte bete mit uns, dass Moses überlebt! Er benötigt ganz dringend unsere Gebete! Vor ihm liegt ein langwieriger Heilungsprozess und noch schwebt er in Lebensgefahr“, schreibt sie.

„Ich bete, dass durch diesen Vorfall mit dem Krokodil die Herzen der Mwinika verändert werden und sie sich für das Wort Gottes öffnen.“

Bitte bete jetzt für Moses und seine Familie. Bete, dass Gott sie tröstet und den Ärzten und Pflegern Weisheit gibt, ihn richtig zu versorgen. Bete, dass er überlebt und dass Gott das Leben von Moses zu Seiner Ehre gebraucht.

Danke Gott dafür, wie Er Nadia geleitet und bewahrt hat. Bitte Ihn, dass Er Francois, Nadia und die Kinder für ihren Dienst unter den Mwinika segnet. Bete auch, dass Gott durch dieses Ereignis den Trost und die Hoffnung des Evangeliums zu denen bringt, die Ihn und Seine Liebe noch nicht kennen. Vielen Dank!


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