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Ein einheimischer Gemeindeältester und Albert Castelijn. Castelijns kommen aus Australien, Albert übersetzt die Bibel in Banwaon und Lynne unterrichtet die gemeinsamen vier Kinder. |
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Von Lynne Castelijn - 2008.05.15
Philippinen: Voller Trauer. Voller Freude. Ein Brief von Lynne Castelijn, verheiratet mit Albert, Bibelübersetzer und Sprachberater auf der Insel Mindanao, Philippinen:
"Mein Herz fließt über, während ich dies schreibe. Inay Igi, eine zierliche Frau, gerade Anfang 50, starb letzte Woche. Heute Morgen schüttete ihre Tochter mir ihr Herz aus. Zu hören, wie ein Erwachsener schmerzhaft trauert, ist unvergleichlich.
Einige Monate zuvor hatte Inay Igis Ehemann ein typisches Stammeshaus auf dem Hügel gegenüber von unserem Haus gebaut. Dazwischen liegt nur die alte rumpelige Straße, die die Abholzungsgesellschaft einst geebnet hatte.
Letzte Woche ging ich das Paar besuchen und schon da war Inay Igi zu schwach, um aufzustehen. Anfang des Jahres flogen wir Beide aus dem Dorf raus, um sie in einem deutschen Krankenhaus an der Küste checken zu lassen. Doch diese Prognose hörten wir selten: 'Tut uns leid, wir können nichts tun… die Leber ist krank… eine unheilbare Krankheit.' Also kamen sie wieder nach Hause.
Und jetzt liegt Inay Igis Körper, umringt von ihrem Ehemann, acht erwachsenen Kindern, 15 oder mehr Enkeln und vielen Freunden und Verwandten, in dem Haus uns gegenüber. Heute Abend werden wir uns der Familie und den Dorfbewohnern anschließen, etwas Zeit in ihrem Haus verbringen, um unsere Anteilnahme auszudrücken. Unsere Herzen sind voller Trauer.
Und doch… gibt es eine andere Seite. Heute Morgen, bevor ich wusste, dass Inay Igi gestorben war, erfreute ich mich bei einer Tasse Kaffee während dem Bibellesen an der Kühle des frühen Morgens. Als ich ein Kapitel der Offenbarung las, schauerte mir beim Gedanken an die furchtbare Drangsal, die über die kommen wird, die Christus ablehnen. Doch der Herr erinnerte mich an einige Tatsachen: Ich konnte Ihm dafür danken, dass viele Banwaon verschont bleiben werden, weil sie den Retter, das Lamm, kennen, lieben und anbeten. Diese Gedanken füllten mein Herz mit Freude.
Doch ebenso schnell wendeten sich meine Gedanken den vielen anderen Volksgruppen auf Mindanao zu, die den Retter NICHT kennen. Die KEINE Freude haben. Weil sie KEINE AHNUNG von der guten Nachricht der Erlösung haben. Sie können nicht zur Gemeinde gehen - es gibt keine in der Nähe, die die Wahrheit verkündigt! Sie können nicht in Seinem Wort lesen, denn sie haben die Bibel nicht in ihrer Sprache! Und mein Herz füllte sich mit Kummer.
Aber Kummer muss weichen bei der Freude darüber, dass Inay Igi und viele andere Banwon, die schon gegangen sind, nun bei ihrem Retter sind. Sie sind wirklich frei! Sie würden nicht zurückkommen, wenn sie könnten!
Demnach ist mein Herz erfüllt mit Zweierlei: Ich bin erfüllt mit Freude, dass Inay Igi jetzt im Licht und in Herrlichkeit freudig vor dem Thron tanzt! Ich bin erfüllt mit Dankbarkeit, dass vor rund 20 Jahren Daryl und Pam Philips und Ron und Sandy Lashuay entschieden, ihr Leben zu geben, um mit den wertvollen Banwaon das Evangelium zu teilen. Sodass sie zumindest eine Chance bekamen, Leben oder ewigen Tod zu wählen! Ich bin erfüllt mit der unglaublichen Möglichkeit, an dieser Arbeit beteiligt zu sein - sodass noch viele Volksgruppen eine klare Übersetzung von Gottes Wort, das Leben schenkt, in ihrer Sprache bekommen.
Aber… ich bin erfüllt mit Kummer, weil Sünde in die Welt gekommen ist und somit auch der Stachel des Todes. Ich bin erfüllt mit Kummer, weil es immer noch viele, viele, viele Menschen gibt, die die Freude und Freiheit vom ewigen Tod nicht kennen. Ich bin erfüllt mit einer brennenden Sehnsucht, ALLE auf Mindanao mit dem Evangelium erreicht zu sehen.
Wirst du KOMMEN? Wirst du BETEN? Bist du daran beteiligt, dass andere GEHEN können?" |