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Ein anderes Baby aus der Volksgruppe der Arimtap

2010.08.06

„Das Baby ist tot! Das Baby ist tot!"

Melissa Williamson kochte gerade das Mittagessen als die Tochter des Dorfvorstehers letzte Woche schreiend angelaufen kam.

Ihr kleiner Bruder hatte am Morgen Fieber bekommen. Melissa ließ alles stehen und liegen und rannte los um nachzusehen, was los war. Als sie dem Dorf näher kam, konnte sie die angsterfüllte Stimme der Mutter hören: „Mein Kind, mein Kind!"

Melissa fand den dreijährigen Jungen bewusstlos, aber sehr schnell atmend vor. Bei näherer Untersuchung stellte sie fest, dass seine Körpertemperatur bei 41° C lag. Die Mutter erklärte Melissa, dass der Junge gestorben und wieder ins Leben zurückgekehrt sei.

Dave Williamson kam dazu und gemeinsam badeten sie den Jungen in kaltem Wasser um seine Temperatur zu senken. Sie verabreichten ihm Medizin gegen das Fieber und gaben ihm zu trinken, damit er nicht austrocknete. Schließlich stellten die Williamsons fest, dass das Kind eine Art von Malaria hatte, die leicht in eine lebensbedrohliche Form umschlagen könnte.

Dave und Melissa gelang es, die Temperatur des Jungen unter Kontrolle zu bringen (38°C). Dann gaben sie ihm die erste Dosis Malariamedizin und schließlich verabschiedeten sie sich für eine Weile, um sich um ihre eigene Familie zu kümmern.

„Als wir wenig später zurückkehrten mussten wir enttäuscht feststellen, dass der Junge eine Temperatur von 39,7 °C hatte und nach wie vor nicht ansprechbar war." schrieb Melissa. „Die Familie hatte das Kind gar nicht gebadet und das vorbereitete Getränk für den Jungen stand noch unberührt da. Wir zeigten der Familie, was sie gegen das Fieber tun konnte und ließen sie das Baden, Temperaturmessen usw. selber ausprobieren, während wir dabeiblieben um wenn nötig zu helfen.

Als wir gerade wieder gehen wollten sagte uns der Vater des Jungen: „Wir wissen, dass dies eure Art von Magie ist (Er deutete auf das von uns verwendete Thermometer, Stethoskop und die Medikamente.) und jetzt werden wir unsere eigenen magischen Mittel anwenden. Wir fürchten uns."

„Während wir im Haus waren kamen mehrere Männer mit verschiedenen „Mitteln" herein, die der Vater zur magischen Behandlung des Kindes benutzte. Er gilt als der mächtigste Magier in unserem Dorf. Unter anderem steckte er einen Schweinsfußknochen, um den sich eine Pflanze rankte, in den Boden des Hauses - genau unterhalb der Stelle, an der der Junge schlief. Dann nahm er ein Stück Baumrinde, kaute es und bespuckte damit das kranke Kind. Mehrmals wiederholte er dieses Ritual, dann war er fertig.

Jeder im Haus hoffte, dass diese Beschwörung die Geister besänftigen würde, die ihn krank gemacht hatten. Wir saßen einfach nur da und beteten für den armen Jungen."

Auch später kamen die Williamsons noch einmal zurück um nach dem Kind zu sehen.

„Wir waren traurig als wir sahen, dass der Vater und andere Männer aus dem Dorf noch mehr Dinge aus dem Dschungel gebracht hatten, um damit weitere Rituale auszuführen. Diesmal durften wir nicht einmal das Haus betreten. Sie gaben uns zu verstehen, dass sie alles unter Kontrolle hätten und dass wir nicht mehr kommen müssten."

Bitte bete, dass die Volksgruppe der Arimtap in Indonesien den Weg zum Heil erkennt. Bete auch, dass der kleine Junge überlebt und eines Tages den wahren Gott persönlich kennenlernt.

 
 
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