_img.jpg) |
 |
In den Straßen von Conakry. |
 |
|
2009.11.13
Die Unruhen in Guinea dauern weiter an. In der vergangenen Woche hatten die Oppositions- parteien ein Treffen mit Blaise Compaoré, Präsident von Burkina Faso, der in dem Konkflikt als Vermittler fungiert. Nächste Woche wird sich eine Abordnung von CNDD mit ihm treffen. Das NTM-Personal aus Conakry ist evakuiert und führt seine Arbeit momentan von anderen Orten aus weiter.
Nach dem Tod von Präsident Lansana Conte im Dezember 2008 hatte die Militärjunta unter Leitung von Moussa Camara (CNDD Partei) die Macht in Guinea übernommen.
Immer wieder gab es Unstimmigkeiten zwischen der Bevölkerung und der Militärregierung. Beim einem Einsatz der Sicherheitskräfte, die eine verbotene Demonstration am 28.9.09 mit etwa 50.000 Teilnehmern gewaltsam auflösten, waren nach Angaben von Menschenrechts- organisationen mindestens 157 Menschen getötet worden. Das Innenministerium in Conakry spricht dagegen nur von 57 Toten, von denen die Mehrzahl in einer Massenpanik niedergetrampelt worden sei.
Unsere deutschen NTM Missionare in Conakry, Sascha und Damaris Kröcker, wurden mit ihren Kindern auf Anraten des Auswärtigen Amtes ins Ausland gebracht und halten sich nun in Dakar im Senegal auf. Wann sie wieder zurückkehren können, ist zur Zeit völlig unklar.
Im Landesinneren sind die Missionare in den Stämmen allerdings sicher und können ihren Dienst unbehindert fortsetzen.
Die AEMEG (Association of Evangelical Churches and Missions in Guinea) hat ein "40 Tage Gebet" vom 8. November bis 17. Dezember ausgerufen, in dem in verschiedenen Kirchen oder Missionswerken Guineas ununterbrochen gefastet und gebetet wird.
Bitte bete für die Situation in Guinea, dass Gott Frieden schenkt, durch die Situation Menschen zu sich zieht und die Tür für das Evangelium offen bleibt. |